Doku im ZDF: "Mein Herz schlägt in Afrika"

Dunya Hayali und Henning Mankelll bereisten den Kontinent

15.03.2009 Horst Schinzel

In Afrika liegt die Wiege der Menschheit. Auch deren Zukunft? Der schwedische Krimi-Schriftsteller Henning Mankell ist davon überzeugt.

Das post-koloniale Afrika – für den politisch interessierten Zeitgenossen ist das der Kontinent mit den meisten Grenzen, miserabel verwaltet, von Diktatoren schikaniert, von Hungersnöten, Seuchen und Naturkatastrophen geplagt. Dass es auch ein anderes Afrika gibt, ist das Anliegen von zwei Reportagen, die das ZDF Ende April und Anfang Mai 2009 auf dem Dokumentarplatz am Dienstagabend unter dem Titel „Mein Herz schlägt in Afrika“ zeigen will. Unter der Regie von Jens Monath haben sich der schwedische Krimi-Autor Henning Mankell (61) und die ZDF-Moderatorin Dunja Hayali auf diesen Kontinent begeben. Beide sind diesem Kontinent auf ihre Art verbunden.

Mankell lebt seit fast einem Vierteljahrhundert jeweils ein halbes Jahr in der mosambikanischen Hauptstadt Maputo, wo er ein Theater leitet. Auch ein großer Teil seiner literarischen Arbeiten entsteht hier. Dunja Hayalis Eltern stammen aus dem Libanon. Sie selbst ist im rheinischen Datteln geboren.

Die Wiege der Menschheit liegt in Afrika

Das ZDF will mit dieser Dokumentation daran erinnern, dass die Wiege der Menschheit wahrscheinlich in Afrika lag. Dort sind die ersten Menschen vor etwa 2,5 Millionen Jahren ins Licht der Geschichte getreten, und vor 700.000 Jahren hat sich dort der Homo sapiens entwickelt. Während in Europa diese Entwicklung zur „Sackgasse“ des Neandertalers führte, entwickelte sich in Afrika der archaisch moderne Mensch –eine Entwicklung, die vor rund 200.000 Jahren abgeschlossen war. An der Levante haben 50.000 Jahre lang Neandertaler und Homo sapiens neben einander gelebt. Die modernen Menschen waren den Neandertalern technisch, sozial und kulturell überlegen. Sie lebten länger und überlebten die Neandertaler.

Afrika als Land der Extreme zeigt schon heute, was morgen sein kann

Henning Mankell will zusammen mit seiner charmanten Begleiterin zeigen, dass eine Reise nach Afrika nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in die Zukunft führt. Hier treten die Extreme der menschlichen Existenz deutlicher zutage als anderswo auf der Welt. Mankell sieht das künftige Afrika als „Hort der Bildung und Weisheit“. Die gemeinsame Reise führt in den Senegal, nach Mali, Uganda und Mosambik. Und unsere Reisenden treffen Menschen, die für eine bessere Zukunft ihres Heimat-Kontinents engagieren. Zugleich zeigen unsere Reisenden die faszinierenden Natur- und die Kulturschätze dieses Kontinents auf. Dieser Kontinent sei „reich an tüchtigen Menschen, reich an fruchtbaren Böden, reich an Bodenschätzen“, sagt Mankell. Es müsse ein Zustand wieder hergestellt werden, in dem die Afrikaneer selbst über diesen Reichtum verfügen und nicht ausländische Konzerne, Staaten und Hilfsorganisation. Dann habe Afrika eine Zukunft.

„Mein Herz schlägt in Afrika"

Sehnsucht nach den goldenen Tagen, Dienstag, 28. April 2009, 20.15 Uhr

Die Wiege der Menschheit, Dienstag, 5. Mai 2009, 20.15 Uhr, im ZDF

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